Gehen wir in einen Guachinche?

Pellkartoffeln mit Mojo- Soße, einem Markenzeichen der Inselküche, die Sie unbedingt probieren sollten, wenn Sie die Kanaren besuchen

Die sich in den Kontrasten ihrer Landschaften widerspiegelnde Einzigartigkeit der Kanarischen Inseln gewahrt man auch in den Aromen ihrer Küche. Unzählige traditionelle Rezepte wurden von Generation zu Generation weitergegeben und verbinden sich heute mit neuen kulinarischen Trends, die lokale Produkte verwenden, um eine Vielfalt von Gerichten unterschiedlichster Aromen ohnegleichen anzubieten.

Die Essenz dieser Traditionen finden wir in den sogenannten „Guachinches“, traditionelle Landgaststätten, deren Ursprung bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht, als die Winzer an Wegen und Straßen ihren Wein zur Probe anboten, um ihn nach auswärts verkaufen zu können. Zur Weinprobe wurden gewöhnlich auch Ziegenkäse und andere frisch zubereitete hausgemachte Speisen gereicht.

Traditionell öffneten diese Weinstuben nur in wenigen, von der Weinlese abhängigen Monaten des Jahres und bei dem Lokal konnte es sich auch um einen einfachen Schuppen handeln.

Heutzutage ist ein „Guachinche“ aber eine Gaststube, in der Winzer ihre eigenen guten Tropfen, sowie die anderer Weinbauern servieren können und in denen es auch eine breitere Auswahl an Speisen und Getränken gibt. Die Speisekarte umfasst inseltypische Gerichte, wie zum Beispiel „Carne fiesta“ – in Knoblauch, Salz, Pfeffer, Essig und Weißwein mariniertes Schweinefleisch, das auf diese Weise zubereitet einen vorzüglichen Geschmack besitzt und in der Regel zusammen mit Pommes Frites gereicht wird.

In diesen Gaststuben finden wir auch die bekannten kanarischen Pellkartoffeln mit Mojo- Soße, einem Markenzeichen der Inselküche, die Sie unbedingt probieren sollten, wenn Sie die Kanaren besuchen. Beim Kochen in reichlich gesalzenem Wasser durchdringt das grobe Salz die Kartoffelschale und erbringt zusammen mit den grünen oder roten Mojo-Soßen ein köstliches Gericht.

Eine weitere vorzügliche Wahl stellt der traditionelle Kresse-Eintopf dar, bei dem die Brunnenkresse mit einer Vielfalt von Zutaten, wie Karotten, Kürbis, Gewürzen und Schweinerippchen, verbunden wird. Und wenn Sie möchten, können Sie diesen “Potaje de berros“ zusammen mit dem berühmten gerösteten Getreidemehlgericht „Gofio escaldado“ bestellen.

Bei einer kanarischen Mahlzeit darf natürlich auch nicht der typische Nachtisch fehlen, wie z. B. der Eierpudding „Quesillo“, „Gofio-Mousse“ oder die Baiser-Speise „Bienmesabe“ – Nachspeisen, die den süßen Reiz einer historischen Gastronomie in ihren Geschmack integrieren. Warten Sie also nicht länger: Wenn Sie ein Schild mit dem Wort „Guachinche“ sehen, kehren Sie ein und lernen Sie die wahre Essenz der kanarischen Küche kennen

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Gastronomie
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